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Con-Tipps 2: Das Sortiment

Mit eurem Künstlerstand habt ihr ein großes Ziel: Eure Kunst verkaufen. Auf welchen Artikeln sich das am besten eignet und welche am gängigsten sind auf Conventions klärt der zweite Teil der Con-Tipps-Reihe.

Diese Artikel sind so ziemlich der Standard auf Artist Alleys und immer zu empfehlen:

Postkarten

Die wohl gängigste Art der Kunstdrucke auf Conventions. Die Karten im A6-Format lassen sich ganz leicht bei jedem Druckanbieter im Internet bestellen. Ihr könnt bei jeder Druckerei schon kleinste Auflagen für wenig Geld kaufen. So könnt ihr ein breites Sortiment anbieten, ohne gleich massenhaft Postkarten von einem Motiv bestellen zu müssen.

Kakao-Karten:

Diese Visitenkarten großen Sammelkarten erlebten vor ein paar Jahren einen regelrechten Hype und sind seitdem nicht mehr aus dem Szene-Alltag wegzudenken. Das Kürzel steht für KartenKunst, Auflagen und Originale und sie werden im Format 6,4 cm x 8,9 cm gezeichnet.
Originale: Habt immer Originale dabei. Zum einen, weil ihr sie durch die kleine Größe gut vorproduzieren könnt, zum anderen, weil es viele Sammler gibt, die auch bereit sind, ein bisschen mehr für eure original Kunstwerke auszugeben.
Auflagen: Kakao-Auflagen sind klein, handlich und man kauft meistens gleich mehr auf einmal. Sie sind perfekt für Sammler und Leute, die eure Kunst mögen, aber nicht viel ausgeben möchten oder können.

Tipp: Vor allem bei Postkarten und Kakao-Karten geht es vielen um den Sammler-Aspekt. Gewährt bei diesen Artikeln gern einen Mengenrabatt, das kommt gut an und wird aus meiner Erfahrung oft genutzt!

Lesezeichen:

Diese werden auch viel gekauft, weil sie wenig kosten und der Kunde sie auch direkt benutzen kann. Hier solltet ihr darauf achten, dass die Lesezeichen eine gute Dicke haben. Zu dünn gehen sie schnell kaputt und zu dick sind sie nicht als Lesezeichen zu gebrauchen.

ConHons:

In diesem Büchern sammelt man Autogramme beliebter Mangaka, Zeichnungen von berühmten Artists, seiner Freunde oder Con-Bekanntschaften. ConHons sind meistens Taschenbuch große Bücher oder Hefte mit blanko Seiten.
Was ihr also verkaufen könnt sind selbst bezeichnete ConHons mit euren Motiven.

Poster:

Vor allem für Anfänger empfiehlt es sich nur A4-Poster anzubieten. Bietet erst zusätzlich A3-Poster an, wenn ihr schon öfter einen Stand hattet und wisst, was sich gut verkauft. Poster werden insgesamt weniger gekauft als kleinformatige Artikel.
Bitte achtet beim Poster bestellen auch darauf, dass das Papier nicht zu dünn ist!

Sticker:

Diese sind immer beliebt und am besten hat man gleich mehrere Motive zu Auswahl. In welcher Größe ihr sie anbietet und ob es nun einzelne oder ganze Stickerbögen sein sollen, entscheidet ihr nach persönlichem Geschmack.

Aber Achtung: Sticker und Stickerbögen sind in der Anschaffung nicht billig und ihr könnt selten kleine Auflagen bestellen.

Buttons:

Buttons gehen immer! Sie sind klein und handlich und man kann sie massenweise an seiner Tasche oder am Rucksack befestigen. Sie werden gerne gekauft und man kann sie in vielen Größen anbieten.

Blöcke:

Schreibblöcke in Din-Formaten sind auch vergleichsweise günstig und in überschaubaren Auflagen erhältlich. Achtet bitte darauf, dass genug Blätter in den einzelnen Blöcken enthalten sind.

Folgende Artikel empfehle ich nur erfahrenen Verkäufern mit Fanbase:
T-Shirts, Kissen, Tassen, Stofftaschen, Mäppchen, Artbooks, Mangas, Dojinshis und Romane im Selfpublishing, Schmuck, Schreibwaren, Enamel-Pins, …

Tipp für Anfänger und Erst-Ständler:

  • Holt euch bei der Sortiment-Wahl Freunde und Szene-Kenner mit ins Boot. Leute, die oft auf Cons gehen, können euch sagen, für welche Artikel sie Geld ausgeben würden.
  • Beschränkt euch bei eurem ersten Stand auf ein überschaubares Sortiment. Postkarten, Kakao-Karten, Lesezeichen, ein paar ConHons, wenige A4-Poster und noch anderer „Kleinkram“ reichen in der Regel.
  • Achtet bei der Auswahl der Artikel darauf, dass ihr sie nach der Con noch verwenden könnt. Seien es für Geschenke oder andere Aktionen wie z. B. Tombolas. So bleibt ihr am Ende nicht auf einem riesigen Merchandise-Berg sitzen, wenn ihr merkt, dass das Ganze doch nichts für euch ist.

Das Achtung am Schluss: Seid euch bewusst, dass jede Con anders ist und immer andere Leute auf diese Cons gehen. Achtet auch immer auf Trends und das Thema der Veranstaltung.
Und ganz wichtig: Wenn ihr total Freude an etwas habt, dann macht das! Oft genug gewinnen die, die sich etwas Ungewöhnliches trauen. Überrascht eure Kunden!

Liebe Grüße
Vroni 🙂

Die Con-Tipps-Reihe:
Teil 1: How to Zeichnerstand
Teil 2: Der Standhelfer
Teil 3: Das Sortiment